Entwicklungsgeschädigte und leicht Behinderte:
Wohnen und Betreuung im LIA-Haus -
Arbeit in der
Stiftungswerkstatt FUNDATIA WOLTER
Durch die große Vernachlässigung - sei es in ihrer Zeit im
Säuglingheim, sei es in den Jahren im großen Waisenhaus - sind die
Defizite in der Entwicklung und Entfaltung ihrer Fähigkeiten so groß,
daß viel Jugendliche aufgrund dieser Behinderungen keinerlei Chance
haben - weder auf dem Arbeitsmarkt, auch nicht neben anderen
normal entwickelten
Abgängern aus den ehemaligen großen Waisenhäusern.Sie wurden staatlicherseits in der Regel als "Nullkinder" geführt, lernten nie schreiben lesen und rechnen - waren meist abgestellt in Behinderten-Heimen.
Wolter-Stiftung und LIA-Stiftung realisieren in enger Kooperation pilotprojektartig im siebenbürgischen Rumänien für Entwicklungsgeschädigte betreutes Wohnen (LIA-Haus in Taureni) und betreutes Arbeiten in der Stiftungswerkstatt FUNDATIA Wolter in Taureni.
In der integrativen Projektarbeit erfahren sie intensive Förderung und Betreuung. Ihre Fortschritte im Lernen in der Werkstatt-Arbeit und auch im Förderunterricht (lesen,schreiben,rechnen) sind bemerkenswert.
Auch geistig leicht Behinderte erhielten in den Heimen keine ihnen angemessene Förderung wie z.B. in Deutschland, so daß ihre zwar begrenzteren, aber hier ganz brach liegenden Möglichkeiten verkümmerten durch die großen Versäumnisse der
Sie haben ebenfalls einen Platz in der Werkstatt und erleben am "beschützten", betreuten Arbeitsplatz, daß sie etwas fertigen können, und sie sind stolz darauf und voller Freude.
Die EU hat der rumänischen Regierung mit dem EU-Beitritt 2007 zur Auflage gemacht, in diesen und den kommenden Jahren dieses unerledigte Problem über Phare-Gelder auf den Weg einer Lösung zu bringen.
Regierungsabgesandte, die in Rumänien die ersten Lösungsschritte kontrollieren, haben wiederholt unser Beispiel von betreutem Wohnen und Arbeiten in der Stiftungs-Werkstatt für Entwicklungsgeschädigte und

Berufspraktischer Einführungskurs (mit Zertifikat) für Jugendliche, die in Arbeitsstellen in der gewerblichen Wirtschaft vermittelt werden konnten (vgl. praktische Ausbildung)